AdaptationReturn NRW
ROI-Indikatoren für wirksame Klimaanpassung in Nordrhein-Westfalen
Resilens entwickelt und validiert neue Ex-ante-ROI-Indikatoren für Klimaanpassung. Sie sollen öffentlichen und privaten Entscheidungsträgern helfen zu beurteilen, welche Anpassungsmaßnahmen bereits vor ihrer Umsetzung voraussichtlich die größte Wirkung und den größten wirtschaftlichen Nutzen entfalten.
Gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK NRW) werden ausgewählte Indikatoren in realen Anwendungsfällen getestet und für die Integration in den Klimaatlas NRW vorbereitet.
Projektlaufzeit: 1. September 2026 bis 29. Februar 2028
Projektstandort: Wuppertal, Nordrhein-Westfalen

Kofinanziert von der Europäischen Union
Das Projekt AdaptationReturn NRW wird im Rahmen des Programms Grüne Gründungen.NRW innerhalb des EFRE/JTF-Programms Nordrhein-Westfalen 2021–2027 durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen kofinanziert.
Gefördert durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen.
PROJEKTÜBERBLICK
Von Anpassungsoptionen zu besseren Investitionsentscheidungen
Klimaanpassung erfordert zunehmend Investitionsentscheidungen über eine Vielzahl von Standorten, Infrastrukturen und möglichen Maßnahmen hinweg.
Klimarisikodaten können zeigen, wo Belastungen zunehmen. Fachliche Leitfäden können aufzeigen, welche Anpassungsmaßnahmen grundsätzlich zur Verfügung stehen. Häufig fehlt Entscheidungsträgern jedoch eine konsistente Grundlage, um zu beurteilen, welche Wirkung eine Maßnahme voraussichtlich erzielt, was sie kostet und ob daraus ein tragfähiger Investitionsfall entsteht.
Genau hier setzt AdaptationReturn NRW an.
Resilens entwickelt und validiert im Projekt 3–5 entscheidungsrelevante Indikatoren, mit denen sich der erwartete Nutzen und die Wirtschaftlichkeit von Klimaanpassungsmaßnahmen bereits vor ihrer Umsetzung bewerten lassen. Berücksichtigt werden können unter anderem vermiedene Schäden, die Sicherung kritischer Funktionen, soziale und ökologische Zusatznutzen sowie Kosten und Kosten-Nutzen-Verhältnisse.
Die Indikatoren werden auf Basis NRW-spezifischer Daten entwickelt, transparent dokumentiert und gemeinsam mit Kommunen sowie Betreiberorganisationen sensibler Infrastruktur getestet. Ausgewählte Indikatoren werden anschließend für die technische Integration in den Klimaatlas NRW vorbereitet.
Ziel ist nicht ein weiterer Klimarisiko-Score, sondern eine transparente Entscheidungsgrundlage dafür, wo Investitionen in Klimaanpassung den größten Nutzen schaffen.

DIE HERAUSFORDERUNG
Kommunen sowie Betreiber von Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Wohngebäuden und anderer Infrastruktur stehen vor wachsenden Klimarisiken.
Die Informationen, die für konkrete Anpassungsentscheidungen benötigt werden, verteilen sich jedoch häufig auf Klimadaten, technische Bewertungen, Gebäudeinformationen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Fragmentierte Entscheidungsgrundlagen
Klimarisiken, Vulnerabilität, Kosten und erwartete Wirkungen werden häufig getrennt voneinander betrachtet.
Begrenzte Ex-ante-Nachweise
Die Wirkung von Anpassungsmaßnahmen lässt sich vor ihrer Umsetzung bislang oft nur schwer quantifizieren.
Fehlende gemeinsame Indikatoren
Bislang fehlt ein breit etablierter Ansatz, der die erwartete Wirkung von Klimaanpassungsmaßnahmen konsistent in entscheidungsrelevante wirtschaftliche und gesellschaftliche Kennzahlen übersetzt.
Schwierige Investitionspriorisierung
Bei begrenzten Budgets müssen Entscheidungsträger Standorte und Maßnahmen miteinander vergleichen können.
WAS WIR ENTWICKELN
Ein transparenter Rahmen für Investitionsentscheidungen in der Klimaanpassung
01
AdaptationReturn-Indikatoren entwickeln
Entwicklung von 3–5 priorisierten Indikatoren, die Klimaanpassungsmaßnahmen mit ihren erwarteten Wirkungen, Kosten und Nutzen verbinden.
Mögliche Dimensionen umfassen vermiedene Schäden, Funktionssicherung, wirtschaftlichen Nutzen sowie ökologische und soziale Zusatznutzen.
02
Reproduzierbare Datenpipelines für NRW aufbauen
Verknüpfung relevanter NRW-Datensätze mit Methoden und Modellen von Resilens, um die Indikatoren konsistent für unterschiedliche Standorte berechnen zu können.
Annahmen, Datenquellen, Einschränkungen und Unsicherheiten werden transparent dokumentiert.
03
Indikatoren mit Anwendern validieren
Test der Indikatoren mit Kommunen und Betreibern sensibler Infrastruktur, darunter Schulen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Wohnungsportfolios.
Im Mittelpunkt stehen Relevanz, Verständlichkeit, Nutzbarkeit und der tatsächliche Mehrwert für Investitionsentscheidungen.
04
Ausgewählte Indikatoren in den Klimaatlas NRW integrieren
Entwicklung der notwendigen Datenformate, Schnittstellen und Aktualisierungsprozesse, um ausgewählte Indikatoren im Umfeld des Klimaatlas NRW bereitzustellen.
PROJEKTUMFANG
Was im Rahmen von AdaptationReturn NRW entwickelt wird
Das geförderte Projekt konzentriert sich insbesondere auf:
Entwicklung und Validierung ausgewählter Ex-ante-ROI-Indikatoren für Klimaanpassung
methodische Spezifikation und transparente Dokumentation
NRW-spezifische Datenaufbereitung und Downscaling
reproduzierbare Berechnungspipelines
Nutzertests mit Kommunen und Infrastrukturbetreibern
Visualisierung und verständliche Darstellung der Indikatoren
Vorbereitung von APIs und Daten-Layern für den Klimaatlas NRW
Validierung, Fallstudien und Wissenstransfer
AdaptationReturn NRW und Flood-AdaptationReturn sind eigenständige Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Fördergegenständen.
AdaptationReturn NRW konzentriert sich auf die Entwicklung, Validierung und NRW-weite Integration von Entscheidungs- und ROI-Indikatoren für Klimaanpassung, einschließlich ihrer Nutzung im Kontext des Klimaatlas NRW.
Das separat geförderte Projekt Flood-AdaptationReturn fokussiert dagegen spezifisch auf die gebäudebezogene Bewertung von Überflutungsrisiken durch Starkregen und Flusshochwasser sowie die wirtschaftliche Priorisierung entsprechender Anpassungsmaßnahmen.
PROJEKTZIELE
Was das Projekt erreichen soll
Entscheidungsrelevante Anpassungsindikatoren etablieren
Indikatoren entwickeln, die Wirksamkeit und wirtschaftlichen Nutzen von Klimaanpassungsmaßnahmen bereits vor ihrer Umsetzung nachvollziehbar machen.
Investitionen besser priorisieren
Entscheidungsträger dabei unterstützen, Standorte und Maßnahmen anhand ihrer erwarteten Wirkung und ihres Nutzens miteinander zu vergleichen.
Annahmen transparent machen
Methoden, Datenquellen, Unsicherheiten und Berechnungslogiken so dokumentieren, dass Ergebnisse nachvollziehbar und überprüfbar sind.
Den Ansatz in der Praxis validieren
Indikatoren gemeinsam mit Kommunen und Betreiberorganisationen anhand realer Anpassungsentscheidungen entwickeln und verbessern.
Wirtschaftlichkeitsindikatoren in den Klimaatlas NRW integrieren
Ausgewählte Indikatoren für die Integration in eines der etablierten regionalen Klimainformationssysteme Deutschlands vorbereiten.
Eine übertragbare Methodik schaffen
Methoden, Datenpipelines und Schnittstellen so entwickeln, dass erfolgreiche Ansätze später auf weitere Regionen und Anwendungsfälle übertragen werden können.
Projektphasen
01
Indikatorenauswahl und Vorbereitung
Identifikation geeigneter Indikatoren, Definition erster Methoden und Analyse der benötigten NRW-Datensätze.
02
Stakeholder-Abstimmung
Priorisierung der Indikatoren gemeinsam mit LANUK NRW und Klärung technischer sowie methodischer Anforderungen.
03
Methodenentwicklung
Entwicklung prototypischer Berechnungen, NRW-Datensätze, Downscaling-Ansätze und einer ersten Methodendokumentation.
04
Nutzerfeedback
Prüfung von Relevanz und Nutzbarkeit mit Kommunen und Betreibern sensibler Infrastruktur.
05
Weiterentwicklung der Indikatoren
Verfeinerung der Berechnungen, Vergleich methodischer Varianten und Entwicklung geeigneter Visualisierungen.
06
Auswahl der Indikatoren
Entscheidung, welche Indikatoren ausreichend robust und relevant für die technische Integration sind.
07
Integration in den Klimaatlas
Entwicklung von Datenpipelines, Schnittstellen und Layern für das System des Klimaatlas NRW.
08
Abschließende Validierung
Nutzertests und weitere Optimierung der Indikatoren und ihrer Darstellung.
09
Transfer und Kommunikation
Dokumentation der Methodik, Entwicklung von Fallstudien und Kommunikation der Projektergebnisse an Praxis und Fachöffentlichkeit.
Projektdaten
Projektfokus
Entwicklung, Validierung und Klimaatlas NRW Integration von Ex-ante-ROI-Indikatoren für die Klimaanpassung
Informationen zur Finanzierung
Unterstützt durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen

Das Projekt AdaptationReturn NRW wird im Rahmen des Programms Grüne Gründungen.NRW innerhalb des EFRE/JTF-Programms Nordrhein-Westfalen 2021–2027 gefördert.
Das Vorhaben trägt zur Entwicklung neuer digitaler Ansätze bei, mit denen Klimaanpassung wirksamer, transparenter und wirtschaftlich besser bewertbar werden soll.
Gefördert werden insbesondere die Entwicklung und Validierung von AdaptationReturn-Indikatoren, NRW-spezifische Methoden und Datenpipelines, Nutzertests sowie die Vorbereitung der Integration in den Klimaatlas NRW.
KONTAKT
Interesse am Projekt?
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