Häufig gestellte Fragen
Antworten auf die Fragen, die Sie uns als Verantwortliche für Klimaanpassung, Fördergeber und Entscheider am häufigsten stellen.
WARUM KLIMAANPASSUNG
Was ist Klimaanpassung?
Klimaanpassung bedeutet, Gebäude, Infrastruktur, öffentliche Dienstleistungen und Betriebsabläufe auf gegenwärtige und zukünftige Klimaauswirkungen vorzubereiten, um Schäden zu reduzieren und die Resilienz zu verbessern. In der Praxis bedeutet dies die Vorbereitung auf Risiken wie extreme Hitze, Überschwemmungen, Dürre, Stürme und Wasserknappheit. Klimaanpassung ist von zentraler Bedeutung, da die Klimaauswirkungen bereits heute erhebliche Verluste verursachen: Die Europäische Umweltagentur schätzt die wetter- und klimabedingten Schäden in der EU zwischen 1980 und 2024 auf rund 822 Milliarden Euro, wovon allein über 208 Milliarden Euro auf den Zeitraum von 2021 bis 2024 entfallen.
Worin unterscheidet sich Klimaanpassung von Klimaschutz?
Klimaschutz und Klimaanpassung lösen unterschiedliche Aspekte der Klimaerwartungen. Der Klimaschutz konzentriert sich darauf, den Klimawandel durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen oder den Ausbau von CO2-Senken zu verlangsamen. Die Anpassung konzentriert sich darauf, die Schäden durch bereits eintretende oder schwer vermeidbare Klimaauswirkungen zu verringern, wie etwa überhitzte Gebäude, hochwassergefährdete Standorte, Dienstleistungsunterbrechungen oder dürrebedingten Wassermangel. Einfach ausgedrückt: Klimaschutz verringert das Ausmaß des künftigen Klimawandels, während Anpassung die durch Klimarisiken verursachten Verluste und Störungen reduziert.
Warum sind Klimaanpassung und Klimaschutz beide wichtig?
Weil es keine glaubwürdige Klimastrategie ohne beide Säulen gibt. Ein konsequenter Klimaschutz trägt dazu bei, die künftige Erwärmung zu begrenzen und die Schwere künftiger Klimarisiken abzumildern. Anpassungsmaßnahmen wiederum schützen Menschen, Vermögenswerte und Infrastrukturdienstleistungen vor den Risiken, die bereits heute Realität sind. In der Region Europa der WHO war das Jahr 2024 das wärmste jemals gemessene Jahr auf dem europäischen Festland, und 19 der 23 schwersten Hitzewellen in Europa seit 1950 ereigneten sich nach der Jahrtausendwende. Aus diesem Grund können es sich Organisationen nicht leisten, die Anpassung an den Klimawandel als optional oder sekundär zu behandeln. Selbst bei ambitioniertem Klimaschutz müssen sie sich auf ein wärmeres und volatileres Betriebsumfeld vorbereiten.
Wie verändert der Klimawandel die Risiken für Gebäude, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen?
Der Klimawandel verschärft sowohl kurzfristige als auch langfristige Risiken. Zu den kurzfristigen Risiken gehören Hitzewellen, Starkregen, Überschwemmungen, Stürme und Waldbrände, die Gebäude, Straßen, Versorgungsanlagen und Betriebsstandorte beschädigen oder lebenswichtige Dienstleistungen unterbrechen können. Zu den langfristigen Risiken zählen steigende Durchschnittstemperaturen, Wasserknappheit und sich verändernde jahreszeitliche Muster, die im Laufe der Zeit die Gebäudeeffizienz allmählich verringern, den Kühlbedarf erhöhen, die Gesundheits- und Pflegesysteme belasten und die Zuverlässigkeit von Dienstleistungen schwächen. Europäische Institutionen warnen mittlerweile explizit davor, dass Stürme, Hitzewellen, Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen bereits jetzt Wohngebäude, Straßen, Finanzen und die gesamte Wirtschaft in der EU schädigen, während die WHO davor warnt, dass Hitzewellen die Gesundheitsrisiken und den Druck auf öffentliche Systeme erheblich verstärken.
Was macht Resilens
Was macht Resilens?
Resilens ist eine Plattform für Entscheidungen zur Klimaanpassung. Sie hilft Organisationen dabei, fragmentierte Daten zu Klimarisiken und Anpassungsmaßnahmen in klare, fundierte Investitionsentscheidungen zu übersetzen. Anstatt Klimarisiken nur aufzuzeigen, unterstützt Resilens Sie dabei, relevante Anpassungsmaßnahmen zu identifizieren, Optionen zu vergleichen und zu verstehen, welche Maßnahmen das Risiko am effektivsten senken und den größten Wert für Standorte und Portfolios stiften.
Welche Entscheidungen hilft Resilens Organisationen zu treffen?
Resilens unterstützt Organisationen dabei, praxisnahe Anpassungsentscheidungen auf Standort- und Portfolioebene zu treffen. Dazu gehört, welche Standorte priorisiert werden sollten, welche Klimarisiken den dringendsten Handlungsbedarf haben, welche Maßnahmen am wirksamsten sind und wo Budgets voraussichtlich die höchste Rendite erzielen. Es unterstützt Entscheidungen darüber, wie Optionen verglichen, Investitionen gestaffelt und Anpassungsmaßnahmen intern begründet werden können.
Für wen wurde Resilens entwickelt?
Resilens richtet sich an Organisationen, die Klimarisiken für physische Standorte bewerten und fundierte Anpassungsentscheidungen treffen müssen. Dazu gehören Städte und Gemeinden, Unternehmen und Standortbetreiber, Beratungs- und Ingenieurunternehmen, nationale und regionale Behörden sowie Fördergeber und Zuwendungsstellen.
So unterschiedlich diese Organisationen sind, ihre Herausforderung ist ähnlich: Klimarisiken nehmen zu, Ressourcen sind begrenzt und Entscheidungen müssen nachvollziehbar begründet werden. Resilens unterstützt sie dabei, Risiken zu priorisieren, Maßnahmen zu vergleichen und Klimaanpassung in konkrete Planung, Finanzierung und Umsetzung zu übersetzen.
Welche Arten von Standorten und Portfolios kann Resilens bewerten?
Resilens ist darauf ausgelegt, die Bewertung von Standorten und Portfolios über verschiedene geografische Räume hinweg zu unterstützen, ohne auf ein einzelnes Land oder eine einzelne Region beschränkt zu sein. Die Plattform ist für ein breites Spektrum physischer Standorte und Standorttypen ausgelegt, mit einem anfänglichen Fokus auf soziale Infrastruktur wie Schulen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und ähnliche Standorte im öffentlichen Interesse. Im weiteren Verlauf wird der Umfang weiter erweitert, einschließlich Wohnungsbau und zusätzlicher Standorttypen.
Welche Klimarisiken deckt Resilens derzeit ab?
Resilens unterstützt derzeit Entscheidungen zu extremer Hitze. Die Plattform hilft dabei, hitzebedingte Risiken zu erkennen, Vulnerabilität einzuordnen und relevante Anpassungsmaßnahmen vergleichbar zu machen.
Weitere Gefährdungsmodule werden schrittweise ergänzt. Überschwemmungsrisiken ist ein nächstes zentrales Modul, das Resilens entwickelt.
Was ist AdaptationReturn und wie wird es in der Entscheidungsfindung eingesetzt?
AdaptationReturn ist die geschützte Kennzahl von Resilens für den Vergleich von Investitionen in die Klimaanpassung über mehrere Standorte und Portfolios hinweg. Sie übersetzt komplexe Klimarisiken in eine standardisierte Schätzung der 5-Jahres-Rendite vor der eigentlichen Investition. Das hilft Organisationen zu verstehen, welche Maßnahmen voraussichtlich den größten Wert bringen, noch bevor sie investieren. Bei der Entscheidungsfindung wird AdaptationReturn genutzt, um Optionen zu vergleichen, Budgets zu priorisieren, interne Genehmigungsprozesse zu unterstützen und eine fundierte Argumentationsgrundlage für Investitionen in die Anpassung zu schaffen.
Warum sollten man Resilens auswählen?
Resilens hilft Organisationen, Klimarisiken nicht nur zu verstehen, sondern in konkrete Entscheidungen zu übersetzen. Denn viele Klimarisiko-Tools enden bei der Analyse. Und viele Beratungsprojekte bleiben Einzelstudien. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch danach: Welche Standorte haben Priorität? Welche Maßnahmen sind vergleichbar? Wie lässt sich ein Budget begründen? Und wie wird aus einer Risikoanalyse ein umsetzbarer Plan?
Resilens schließt diese Lücke. Die Plattform verbindet Klimarisiko, Verwundbarkeit, Standortdaten und Anpassungsoptionen in einem transparenten Entscheidungsrahmen. AdaptationReturn zeigt, welche Maßnahmen voraussichtlich den größten Nutzen schaffen – finanziell, operativ und gesellschaftlich.
So entstehen klarere Prioritäten, belastbarere Business Cases und ein direkterer Weg von der Analyse zur Umsetzung.
Warum reicht KI allein für Entscheidungen zur Klimaanpassung nicht aus?
Resilens kann KI einsetzen, um die Benutzerfreundlichkeit, Synthese und Workflow-Effizienz zu verbessern, doch Anpassungsentscheidungen sollten nicht allein auf KI-generierten Ergebnissen beruhen. Entscheidungen über öffentliche Infrastrukturen und Resilienz-Investitionen erfordern transparente Annahmen, überprüfbare Ergebnisse und menschliche Aufsicht. Aus diesem Grund ist Resilens als Plattform zur Entscheidungsunterstützung konzipiert: KI kann unterstützen, aber die Methodik, die Vergleichslogik und der endgültige Entscheidungsprozess müssen verständlich und nachvollziehbar bleiben.
METHODE UND GLAUBWÜRDIGKEIT
Wie berechnet Resilens AdaptationReturn?
AdaptationReturn ist die proprietäre Kennzahl von Resilens zum Vergleich von Investitionen in die Klimaanpassung über verschiedene Standorte und Portfolios hinweg. Sie führt Klimarisikodaten, Standort- und Gebäudemerkmale, Vulnerabilitätsfaktoren, Daten zu Anpassungsmaßnahmen sowie Kostenannahmen zusammen, um eine standardisierte Schätzung der fünfjährigen Rendite vor der Investition zu ermitteln.
In der Praxis bewertet Resilens, wie sich eine Maßnahme voraussichtlich auf das Klimarisiko auswirkt, welche Kosten dadurch vermieden werden können, welche betrieblichen oder finanziellen Vorteile sie mit sich bringt und welche weiteren Zusatznutzen für die Entscheidung von Bedeutung sein können. Das Ziel ist es, eine entscheidungsreife Grundlage für den konsistenten und transparenten Vergleich von Optionen zu schaffen.
Welche Datenquellen verwendet Resilens?
Resilens kombiniert mehrere Datentypen, um Anpassungsentscheidungen zu unterstützen. Dazu zählen typischerweise Klima- und Gefahreninformationen, Standort- und Gebäudedaten, Informationen zu Exposition und Verwundbarkeit, Daten zu Anpassungsmaßnahmen sowie relevante Kostendaten.
Je nach Anwendungsfall kann dies Informationen wie lokale klimatische Bedingungen, Standorttyp, Gebäudemerkmale, Nutzungs- oder Nutzerprofile, bekannte Schwachstellen und verfügbare oder potenzielle Resilienzmaßnahmen umfassen. Ziel ist es, aus Daten, die häufig über verschiedene Systeme, Dokumente und Stakeholder hinweg fragmentiert sind, ein strukturiertes, entscheidungsrelevantes Bild zu erstellen.
Wie geht Resilens mit unvollständigen lokalen Daten und Unsicherheiten um?
Unvollständige Daten sind bei der Klimaanpassung normal, insbesondere auf Portfolioebene. Resilens ist so konzipiert, dass es mit unvollkommenen realen Inputdaten arbeitet, anstatt von Anfang an lückenlose lokale Daten vorauszusetzen.
Bei unvollständigen Daten nutzt Resilens die besten verfügbaren Informationen, legt Annahmen offen und hilft den Nutzern, die Auswirkungen von Unsicherheiten auf das Ergebnis zu verstehen. Dies ermöglicht es Organisationen, mit einer fundierten ersten Bewertung zu beginnen, die Datenqualität im Laufe der Zeit zu verbessern und Entscheidungen zu verfeinern, sobald bessere lokale Informationen vorliegen. Das Ziel ist nicht, eine falsche Präzision vorzutäuschen, sondern eine praktische Priorisierung unter realen Bedingungen zu unterstützen.
Wie transparent und prüfbar sind die Ergebnisse?
Resilens unterstützt Entscheidungen, die erklärt, geprüft und begründet werden müssen gegenüber Teams, Führungsgremien, Finanzierungsgeber*innen oder politischen Entscheidungsträger*innen. Deshalb zeigt die Plattform nicht nur ein Ergebnis, sondern auch die Logik dahinter.
Teams sehen, welche Daten verwendet wurden, welche Annahmen in die Bewertung einfließen, welche Faktoren das Ergebnis treiben und wie unterschiedliche Anpassungsoptionen im Vergleich abschneiden. Das macht Priorisierungen transparenter und hilft, Entscheidungen belastbar zu kommunizieren.
Ist Resilens ein Black-Box-Modell?
Nein. Resilens ist kein Black-Box-Tool, sondern eine transparente Entscheidungsplattform für Klimaanpassung. Sie zeigt, welche Daten verwendet werden, welche Annahmen zugrunde liegen und welche Faktoren das Ergebnis beeinflussen. Ziel ist nicht, Entscheidungen zu ersetzen, sondern sie verständlicher, vergleichbarer und besser begründbar zu machen.
Zusätzlich veröffentlichen wir Methodenpapiere, um zentrale Annahmen, Bewertungslogiken und Weiterentwicklungen transparent zu dokumentieren. So bleibt nachvollziehbar, wie Resilens zu Ergebnissen kommt und wo lokale Expertise und Entscheidungsspielraum weiterhin wichtig sind.
Workflow und Implementierung
Wie lange dauert es, bis man starten kann?
Der Einstieg mit Resilens erfordert weder perfekte Datensätze noch eine lange Einrichtungsphase. In den meisten Fällen reicht es zunächst, den Arbeitsbereich festzulegen und die Standorte zu bestimmen, die bewertet werden sollen.
Der genaue Zeitrahmen hängt von der Größe des Portfolios, der Qualität der verfügbaren Daten und dem Umfang der Bewertung ab. Eine erste Risikobewertung und der Vergleich möglicher Anpassungsmaßnahmen lassen sich in der Regel schnell aufsetzen, da ein Großteil der benötigten Daten bereits in unserer Datenbasis vorhanden ist.
Welche Informationen muss man bereitstellen?
Das hängt vom gewünschten Analyseumfang und der angestrebten Detailtiefe ab. In der Regel reichen für den Einstieg Standortdaten, grundlegende Gebäudemerkmale und verfügbare lokale Kontextinformationen aus, etwa zur Nutzung, zu bekannten Problemen oder zu Faktoren, die die Verwundbarkeit eines Standorts beeinflussen.
Resilens ist darauf ausgelegt, mit den Informationen zu arbeiten, die Organisationen bereits haben. Die Plattform zeigt zugleich, wo zusätzliche lokale Daten die Qualität der Bewertung deutlich verbessern würden.
Welche Ergebnisse können wir exportieren und in Planungs-, Finanzierungs- oder Beschaffungsprozessen verwenden?
Resilens ist darauf ausgelegt, Ergebnisse zu liefern, die über die Plattform hinaus nutzbar sind. Dazu gehören Bewertungen auf Standort- und Portfolioebene, priorisierte Anpassungsoptionen, vergleichende ROI-Ansichten, strukturierte Entscheidungshilfen für die interne Planung sowie Materialien, mit denen Maßnahmen gegenüber Finanzierung, Budgetierung oder Beschaffung begründet werden können.
Im Mittelpunkt stehen Ergebnisse, die konkrete Entscheidungen unterstützen: Welche Standorte sollten priorisiert werden? Welche Maßnahmen sind vergleichbar? Wie lässt sich die Begründung erklären? Und wie kann ein belastbarer Handlungsfall dokumentiert werden? Resilens unterstützt damit nicht nur Analysen, sondern reale Planungs- und Entscheidungsprozesse.
Vertrauen im Geschäftsverkehr
Wie ist die Preisgestaltung aufgebaut, und bieten Sie Pilotprojekte an?
Die Preisgestaltung von Resilens basiert auf verwalteten Standorten (Managed Sites) statt auf Benutzerkonten, und alle Standardtarife enthalten eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern. Dies spiegelt den Mehrwert wider, der über Gebäude und Portfolios hinweg geschaffen wird, anstatt den Zugang durch die Teamgröße zu beschränken.
Wir bieten Standardtarife für verschiedene Portfoliogrößen sowie maßgeschneiderte Enterprise-Lösungen für größere oder komplexere Anforderungen an. Organisationen können in der Regel mit einer gezielten Demo und einer kostenlosen Testphase beginnen, bevor sie die Nutzung auf weitere Standorte und Portfolios ausweiten.
Wem gehören die Daten und die Ergebnisse?
Kunden behalten das Eigentum an den Daten, die sie Resilens zur Verfügung stellen, sowie an den kundenspezifischen Ergebnissen, die für die Organisation erstellt werden. Resilens behält das Eigentum an der Plattform, der Software, den Modellen und der zugrunde liegenden Methodik.
Sofern angemessen, kann Resilens aggregierte und anonymisierte Daten verwenden, um den Dienst zu verbessern, zu warten und zu sichern. Dadurch erhält Resilens kein Eigentum an den projektspezifischen Daten, kundenspezifischen Ergebnissen oder vertraulichen Informationen.
